Grundsätzliches zu Pferdehaltung

Egal um welche Pferderasse es sich handelt, egal wie die Pferde eingesetzt werden, ob für den „großen" Sport oder für die Arbeit, oder einfach nur als „Freizeitpartner".  Es bleibt immer die gleiche Spezies. Ein Equide.  Deren Grundbedürfnisse haben sich im Gegensatz zu  anderen Nutztieren oder anderen Haustieren über Jahrtausende  - trotz mannigfaltiger Einwirkungen durch den Menschen - nicht wesentlich verändert. Sie alle sind in erster Linie Flucht- und Lauftiere, die um psychisch und physisch gesund zu bleiben, in Herden zusammenleben sollten. Neben den gleichartigen Grundbedürfnissen müssen typ- und herkunftsbedingte Differenzierungen herangezogen werden, um die jeweils maximal pferdegerechte Haltungsform für das einzelne Tier herauszuarbeiten und zu praktizieren.

Darüber hinaus ist das Pferd kein instinktgesteuerter Roboter, es verfügt, genau wie wir Menschen, über Gefühle wie Zuneigung, Eifersucht, Angst usw..  Auch dieses muss, ohne das Pferd zu vermenschlichen, der jeweiligen Situation entsprechend  berücksichtigt werden. Daher haben wir uns dafür entschieden, 2 Systeme zu nutzen: den Aktivlaufstall und den Offenstall.  Allen Pferden steht ganzjährig ein Laufwegesystem zur Verfügung. In den Systemen füttern wir ausschließlich, den Zahnreihen (Kaubewegungen) und dem Verdauungssystem des Pferdes  entsprechend, vom Boden.  Die Fütterung erfolgt durch entsprechende Durchfresspanel und Futtereimer sowie Futterautomaten. Unser Heu wird auf unseren eigenen Wiesen speziell für Pferde angebaut. Diese Wiesen werden nicht beweidet und nachhaltig bewirtschaftet. Sie sind garantiert Giftpflanzenfrei. Vor dem Verfüttern wird jeder Ballen noch einmal geprüft und entstaubt.  

Eine Untersuchung im Schlachthof München ergab, dass nur 11% der Pferde älter als 14 Jahre werden. Das Durchschnittsalter liegt bei 8,5 Jahren. Diese relativ geringe Lebenserwartung liegt auch an der weiten Verbreitung von haltungsbedingten Erkrankungen und dadurch irreparablen Schäden. Bei der Planung unserer Anlage wurden daher in erster Linie die Grundbedürfnisse der Pferde berücksichtigt.  

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